Immobilienmarkt Deutschland - Stand & Ausblick 2026

Mieter • Eigentümer/Vermieter • Käufer (Stand Januar 2026)
Kurzfassung: Wohnungsknappheit bleibt hoch, Mieten steigen in vielen Regionen weiter, Kaufpreise haben sich nach der Korrektur überwiegend stabilisiert. Zinsen bewegen sich seitwärts in einer breiten Bandbreite. Energieeffizienz, Betriebskosten und Regulierung prägen Wert und Nachfrage.
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Kategorie Mieter Eigentümer / Vermieter Käufer
Zinsen & Finanzierung
  • Zinsen wirken indirekt über Neubau und Angebotsmenge
  • Geringe Bautätigkeit verschärft Knappheit in vielen Teilmärkten
  • Anschlussfinanzierungen 2025–2028 deutlich teurer als in der Niedrigzinsphase
  • 10J.-Zinsen: sehr gute Angebote teils ca. 3,4–3,7 %, in der Breite häufig bis ca. 4,3 %
  • Bonität im Blick behalten: Selbstauskunft (SCHUFA) nach DSGVO anfordern und gespeicherte Daten regelmäßig prüfen.
  • 10J.-Bauzinsen häufig ca. 3,6–4,3 % (Bonität, LTV, Objektart, Bank)
  • Deutlich unter dem Zinspeak 2022/23 (je nach Profil/Anbieter teils > 5 %)
  • Forward-Darlehen können sinnvoll sein – Kosten/Nutzen individuell prüfen
  • Bonität & Finanzierung: Selbstauskunft (SCHUFA) nach DSGVO anfordern; fehlerhafte Einträge können Konditionen beeinflussen.
Kauf- & Mietpreise
  • Mieten steigen vielerorts weiter; in angespannten Städten teils deutlich stärker
  • Knappheit bleibt in Metropolen & Unistädten zentraler Treiber
  • Regulierung wirkt lokal, ersetzt aber kein fehlendes Angebot
  • Kaufpreise: vielerorts Stabilisierung nach Korrektur, stark lage-/objektabhängig
  • Mieteinnahmen bleiben tragfähig – Kosten, Instandhaltung und Regulierung sauber kalkulieren
  • Energieeffiziente Objekte haben häufig Vermietungs- und Wertvorteile
  • Zweigeteilter Markt: gute Lagen/effiziente Objekte stabiler, schwächere Objekte verhandelbarer
  • Bestand: Verhandlungsspielraum häufig eher als im Neubau
  • Neubau bleibt wegen Baukosten/Standards/Finanzierung oft hochpreisig
Energie & Sanierung
  • Modernisierungen können Warmmiete und Komfort verändern – Rechte/Fristen im Einzelfall prüfen
  • Schlechte Energiequalität erhöht Risiko hoher Heiz- und Betriebskosten
  • CO₂-Kosten und Energiepreise wirken zunehmend auf Warmmiete und Nachfrage
  • Heizungstausch/Anforderungen hängen u.a. von Einzelfall und kommunaler Wärmeplanung ab
  • Steigende CO₂-Kosten erhöhen Betriebskosten – Kalkulation und Umlagefähigkeit beachten
  • Förderungen können unterstützen – Programme vor Maßnahmenstart verbindlich prüfen
  • Energiezustand ist zentraler Preis- und Folgekostenfaktor (CAPEX, Betriebskosten, Finanzierung)
  • Unsanierter Bestand kann günstiger sein – Sanierungsfahrplan und Budget realistisch einpreisen
  • Förderungen möglich – abhängig von Objekt, Maßnahme und Zeitfenster
Recht & Rahmenbedingungen
  • Mieterschutzinstrumente bleiben politisch relevant (Umsetzung regional geprägt)
  • Betriebskosten: Belegeinsicht kann digital erfolgen (Praxisvorteil bei Prüfung)
  • Wohnraumsuche bleibt in vielen Städten strukturell schwierig
  • Grundsteuer seit 01.01.2025 nach neuem Recht – Hebesatz kommunal, Belastung variiert
  • Umwandlung Miet- in Eigentumswohnungen: Genehmigungspflichten in bestimmten Gebieten bis Ende 2030
  • Planungs-/Bauinstrumente können beschleunigen – Wirkung hängt stark von Kommune ab
  • Nebenkosten prüfen: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5%) + Notar/Grundbuch + ggf. Makler
  • Grundsteuer/Hebesatz, Instandhaltung und Energie gehören in die Gesamtrate
  • Regionale Sonderregeln prüfen (Milieuschutz, Bebauung, Teilung/Umwandlung etc.)
Aktuelle Marktlage
  • Hoher Konkurrenzdruck in vielen Städten; vollständige Unterlagen und Schnelligkeit entscheidend
  • Randlagen/ÖPNV-Achsen und Flexibilität bei Ausstattung erhöhen die Chancen
  • Vermietung in vielen Teilmärkten stabil (geringe Leerstände) – Kostenrisiken aktiv managen
  • Wert/Rendite hängen stark von Lage, Zustand, Energie, Finanzierung und Regulierung ab
  • Investitionen in Substanz/Effizienz erhöhen häufig langfristige Vermietbarkeit
  • Mehr Auswahl als am Markttief – Vergleich und strukturierte Due Diligence zahlen sich aus
  • Gute Objekte bleiben gefragt; schwächere Objekte sind eher verhandelbar
  • Priorität: Bausubstanz, Energie, Mikrolage, Gesamtkosten, Exit-Strategie

Ausblick: Realistisch in der Pipeline

Angekündigt / in Prüfung – kein geltendes Recht
  • Bürokratieabbau im Bauwesen: Vereinfachung von Genehmigungen, Standards (z. B. DIN) und Nachweispflichten politisch gewollt. Erste Maßnahmen wirken punktuell; eine flächendeckende Entlastung ist nicht garantiert.
  • GEG / Heizung: Anpassungen (mehr Technologieoffenheit, klarere Übergangsfristen, stärkere Rolle Wärmeplanung) werden diskutiert. Konkrete Gesetzesänderungen sind zum Zeitpunkt der Erstellung nicht als „sicher“ zu behandeln.
  • Digitalisierung: Bauanträge, Förder- und Grundbuchprozesse werden zunehmend digital; Tempo und Nutzen sind regional sehr unterschiedlich.
  • Förderlandschaft: Vereinfachung/Bündelung von Programmen wahrscheinlicher als deutlich höhere Fördervolumina.
Disclaimer: Stand Januar 2026. Angaben teils prognostisch und vereinfacht. Keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Regionale Unterschiede sowie Bonität und Objektmerkmale sind entscheidend.

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