„Digitaler Mieterservice im Vergleich – Wo stehen die großen Wohnungsunternehmen?“

Die Wohnungswirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Mieterinnen und Mieter erwarten zunehmend Transparenz sowie digitale Services, wie sie diese aus anderen – insbesondere aus Dienstleistungsbranchen – kennen. Gleichzeitig stehen Wohnungsunternehmen vor der Herausforderung, ihre Prozesse effizienter zu gestalten und den Serviceumfang kontinuierlich zu erweitern.

Der folgende Vergleich zeigt auf Basis öffentlich dokumentierter Funktionen, wie weit die fünf größten deutschen Wohnungsunternehmen ihre digitalen Angebote bereits entwickelt und in deren Systeme integriert haben. Im Fokus stehen ausschließlich digitale Services für Mieterinnen und Mieter.

Interne digitale Prozessoptimierungen der Unternehmen sind nicht Gegenstand dieses Vergleichs und werden zu einem späteren Zeitpunkt gesondert betrachtet.

Warum dieser Vergleich relevant ist

Bewertet wurden ausschließlich öffentlich zugängliche digitale Mieterservices (Stand Dezember 2025).

Digitalisierung ist jedoch nicht alles: Persönliche Kundennähe, soziale Quartiersarbeit und individuelle Betreuung bleiben zentrale Stärken.
Ein kompakter Marktüberblick digitaler Leistungen institutioneller Vermieter mit einem Bestand von insgesamt rund 1 Mio. Wohnungen.

Digitale Mieterservices der Top-5 Wohnungsunternehmen (Stand 12/2025)

Vergleich digitale Services der fünf größten Wohnungsunternehmen in Deutschland anhand nachweisbarer digitaler Services, Mieterportale sowie Zusatzangebote wie z. B. TV/Internet, Energie. Unterschieden wird zwischen direkt vom Unternehmen erbrachten Leistungen und Angeboten von Partnerunternehmen. Die Bewertung erfolgt über ein 20-Punkte-System mit Fokus auf digitalen Direktleistungen.

Unternehmen Wohnungen
(gerundet)
Mieterportal / App Digitale Prozesse TV & Internet Strom & Gas Gesamtwertung
(0–20)
Zusätzlich mögliche Services
(Auszug)
Vonovia
inkl. Deutsche Wohnen
ca. 540.000 MeinVonovia App & Portal
Direktleistung Dokumente, Nebenkostenübersicht, Reparaturmeldungen, Statusverfolgung, persönliches Postfach, FAQ, Kundenmagazin, Benachrichtigungen.
Direktleistung Digitaler Mietvertragsabschluss über die App.
Direktleistung Digitale Mietverträge, digitale Vertragsunterzeichnung, SEPA-Mandat online, digitale Übergabeprotokolle, Online-Formulare und Bescheinigungen.
Direktleistung Chatbot-gestützter Kundenservice und Self-Service-Bereich.
Partnerleistung Kabel-TV und Highspeed-Internet über Vodafone mit Online-Verfügbarkeitsinformationen. Direktleistung Vonovia Grünstrom und Mieterstrommodelle (PV) in ausgewählten Quartieren.
Partnerleistung Regionale Gaslieferungen über Energiepartner.
16 / 20 - App-basierte Mietzahlung & Wallet-Funktionen
- Feinere Verbrauchsvisualisierung (Strom/Heizung) in nahezu Echtzeit
- IoT-Sensorik (Leckage, Rauchmelderstatus) mit Portal-Anbindung
LEG Immobilien ca. 167.000 Meine LEG Portal & App
Direktleistung Dokumente, Abrechnungen, Mietkonto-Übersicht, Schadensmeldungen, Bescheinigungsservice, Rückrufservice, mehrsprachige Infos, Messenger/Chat.
Direktleistung Digitale Mietverträge, digitale Formulare, Online-Übermittlung von Anliegen und Bescheinigungen.
Partnerleistung 24/7-Reparaturnotdienst über Dienstleister.
Partnerleistung LEG-Multimedia (TV, Kabel/SAT, Internet) in Kooperation mit Vodafone. Direktleistung Strom- und Gastarife für Mieter über ESP EnergieServicePlus (Konzerntochter). 14 / 20 - App-basierte Mietzahlung & integriertes Mahnwesen
- Erweiterte Energie- und Verbrauchsanalysen im Portal
- Digitale Buchung weiterer Services (z. B. Handwerker)
SAGA
Hamburg
ca. 140.000 meineSAGA Portal & Angebote
Direktleistung Vertragsdaten, Abrechnungen, Kontaktdaten- und Bankdatenänderung, Schadensmeldungen, Mietbescheinigungen, digitale Mieterzeitung, Wohnungstausch.
Direktleistung Digitale Anfragen, Formularabruf und Übermittlung von Änderungsmitteilungen und Bescheinigungen.
(Derzeit keine prominent beworbenen voll digitalen Mietvertragsabschlüsse.)
Partnerleistung TV- und Internetversorgung über regionale Anbieter (z. B. wilhelm.tel, Telekom, Vodafone); keine einheitlichen eigenen Multimedia-Tarife. Freie Wahl externer Strom- und Gasanbieter; keine SAGA-eigenen Energieprodukte für Mieter. 8 / 20 - Einführung digitaler Mietvertragsprozesse
- Zentrale Darstellung von Energie- und Verbrauchsdaten
- Integration von Mobilitäts- und Quartiersservices in ein zentrales Portal
Deutsche Wohnen
Teil der Vonovia-Gruppe
ca. 135.000 Kundenportal & DeuWo Digital App
Direktleistung Dokumente, Mängelmeldungen, Kommunikationskanäle, Informationen zu Modernisierung und Mietverhältnis in Verbindung mit den Vonovia-Systemen.
Direktleistung Digitale Mietvertragsunterlagen und Übergabeprotokolle (über die Vonovia-App und -Portale).
Partnerleistung Nutzung konzernweiter Chatbot- und Self-Service-Funktionen.
Partnerleistung Kabel-TV und Internet über die Vonovia-/Vodafone-Kooperation. Direktleistung Zugang zu Vonovia-Stromangeboten (z. B. Ökostrom, Mieterstrom) in vielen Beständen. 13 / 20 - Stärkere eigenständige Markenführung digitaler Services
- Erweiterte Self-Service-Funktionen im Portal
- Mehr Transparenz über Modernisierungs- und Serviceprozesse im Kundenkonto
VIVAWEST
NRW
ca. 120.000 MeinVIVAWEST Kundenportal & App
Direktleistung Mietkonto-Übersicht, Dokumente, Schadensmeldungen, Nachrichtenfunktion, Chatbot VIBO, digitale Mieterzeitung, Pflege persönlicher Daten.
Direktleistung Digitale Mietverträge, digitale Übergabeprotokolle, Online-Terminbuchung für Handwerker- und Servicetermine. Partnerleistung Kabel-TV, Internet und Telefon über regionale Kooperationspartner. Direktleistung VIVAWEST Ökostrom und VIVAWEST Mietergas als exklusive Energieprodukte (in Kooperation mit einem Energieversorger). 15 / 20 - Integration von Energie- und Verbrauchs-Dashboards in der App
- Ausbau digitaler Community- und Quartiersfunktionen
- App-basierte Bezahlung und Verwaltung zusätzlicher Services

Hinweis zu den Angaben & Erläuterung zur Gesamtwertung

Die hier aufgeführten Informationen zu digitalen Mieterservices und Zusatzangeboten wurden den offiziellen Webseiten der jeweiligen Wohnungsunternehmen entnommen und basieren auf den dort veröffentlichten, von den Unternehmen selbst bereitgestellten Angaben (Stand Dezember 2025).

Die Gesamtwertung (0-20 Punkte) ergibt sich aus einem standardisierten, vergleichenden System mit sechs nachprüfbaren Kategorien: (1) Funktionsumfang des Mieterportals bzw. der App (0-4 Punkte), (2) digitale Vertragsprozesse (0-4 Punkte), (3) digitale Kommunikations- und Self-Service-Elemente (0-4 Punkte), (4) Zusatzangebote für TV und Internet (0-2 Punkte), (5) Energieangebote für Mieter (0-4 Punkte), (6) Innovationsgrad, z. B. Chatbots und erweiterte Automatisierung (0-2 Punkte). Direktleistungen des Wohnungsunternehmens werden höher gewichtet als reine Partnerleistungen.

Die dargestellte Bewertung bezieht sich ausschließlich auf den Umfang und die Qualität der digitalen Mieterservices. Sie trifft ausdrücklich keine Aussage über die persönliche Kundennähe, die Servicekultur, die soziale Quartiersarbeit oder die Qualität der Vor-Ort-Betreuung der Unternehmen.

In der Tabelle wird zwischen Direktleistung (durch das Wohnungsunternehmen selbst erbracht) und Partnerleistung (durch Kooperationspartner erbracht) unterschieden. Trotz sorgfältiger Recherche kann keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität übernommen werden.

Sollten darüber hinaus weitere Services existieren, die zum Zeitpunkt des Benchmarking (noch) nicht auf den Webseiten der Unternehmen abgebildet waren, oder sollten sich Änderungen ergeben haben, freuen wir uns über Hinweise. Falls Leserinnen oder Leser Fehler entdecken oder über zusätzliche, aktuelle Angebote informieren möchten, bitten wir um eine kurze Nachricht per E-Mail an: Hinweis senden.

Digitale Innovationspotenziale – technologisch bereits verfügbar*

Aus Sicht der Digitalisierung der Wohnungswirtschaft besteht branchenweit erhebliches Potenzial, Mieterinnen und Mietern zusätzliche, digitale Mehrwerte anzubieten. Technisch bereits heute realistisch und marktreif sind unter anderem:

Digitale Mehrwerte im Mieterportal

  • Proaktive Mieterkommunikation: Automatisierte, personalisierte Updates zu allen Aspekten des Mietverhältnisses, inklusive Rundschreiben, geplanten Wartungsarbeiten und persönlichen Erinnerungen.
  • Digitale Zahlungsprozesse: In-App-Mietzahlung, digitale Wallets, flexible Zahlungsmodelle, automatisiertes Mahnwesen.
  • Transparente Energie- & Verbrauchsvisualisierung: tagesaktuelle Verbräuche für Heizung, Strom und Wasser, Prognosen und Optimierungsvorschläge.
  • Online „Move-in“-Prozesse: Vollständige digitale Unterschrift von Mietvertrag bis Hausordnung, Hinterlegung von Bankdaten, digitale Kaution.
  • Integriertes digitales Mieter-Wallet: Zentrale Zahlungs- und Abrechnungsfunktion für gebuchte Services, Quartiersangebote und Zusatzleistungen mit Anbindung an etablierte Zahlungsdienste (z. B. Wero, PayPal, Klarna, GooglePay). Digitale Wallet-Lösungen sind derzeit noch kein Branchenstandard, gelten jedoch als logische Weiterentwicklung digitaler Service- und Marktplatzmodelle im Wohnungsumfeld.
  • IoT-basierte Sicherheit: Sensorik für Wasserschäden, Rauchwarnmelderstatus, Raumklima und Schimmelfrüherkennung mit direkter Portal-Integration.
  • Smart Living & Zugang: digitale Haustür- und Zugänge für Allgemeinflächen, Verwaltung von Schlüsselrechten, Integration von Paketboxen und Zugangslogik.
  • Erweiterte digitale Kommunikation: KI-gestützte Assistenten auch für komplexe Anliegen, transparente Ticket-Statusanzeigen („Ihr Anliegen befindet sich in Bearbeitung bei…“).
  • Service-Marktplätze: Buchung von Handwerkern sowie Zusatzdiensten, Abschluss von Versicherungs- und IOT-Produkten direkt im Mieterportal.
  • Predictive Maintenance: Sensoren melden, wenn z. B. eine Heizungswartung fällig ist, bevor das Bauteil ausfällt. Das erhöht die Kundenzufriedenheit – und spart Kosten.
  • Handwerkersteuerung: KI-Systeme können die Koordination und Steuerung von Handwerkern und Bauunternehmen optimieren, wiederkehrende Prozesse eigenständig steuern, Zeitpläne automatisch anpassen und Verzögerungen frühzeitig erkennen.
  • Optimierung von Instandhaltungsstrategien: Analyse von Wartungsdaten zur Ableitung vorbeugender Maßnahmen, Reduktion größerer Reparaturen und Ausfälle. KI kann zudem ineffiziente Instandhaltungs- und Managementpraktiken durch Mustererkennung aufdecken. Für Immobilien, bei denen die Kosten einer Optimierung den potenziellen Wertzuwachs übersteigen, kann ein Verkauf in Betracht gezogen werden.
  • Quartiers- & Community-Funktionen: Mieter-Apps als soziale Plattform: Buchung von Gemeinschaftsräumen (Co-Working, Kinoraum, Roof-Top), Organisation von Resident-Events, exklusive Angebote lokaler Partner, digitale Nachbarschaftsangebote, Integration von Carsharing, E-Bikes und weiteren Mobilitätsdiensten.
  • Digitale Vertriebslösungen: vollständig digitale Vermietungsprozesse inkl. Ident-Verfahren, Dokumentenupload und virtuellen Wohnungsbegehungen mit Mängeltracking.
  • BIM-Integration (Building Information Modeling): KI + BIM ermöglicht Einblicke in den Lebenszyklus eines Bauprojekts (Planung–Bau–Betrieb), kann Planungs- und Bauzeiten verkürzen und optimierte Abläufe identifizieren.
  • Vorhersagemodelle: Machine Learning zur Prognose von Markttrends, Wertsteigerungen oder Wertminderungen. Solche Modelle unterstützen Investitionsentscheidungen und können Verkaufskandidaten identifizieren, wenn Optimierungspotenziale fehlen.

Sofort kostenwirksam

  • KI-gestützte Flächenoptimierung Neu-/Umbau: Automatisierte Generierung und Bewertung tausender Grundrissvarianten zur Maximierung der Nettomietfläche und Minimierung nicht vermietbarer Erschließungsflächen.
  • Intelligente Umbau- und Sanierungsplanung: KI-Analyse zur Erreichung maximaler Wohnqualität und Vermietbarkeit bei minimalem baulichem Eingriff.
  • Datenbasierte Flächenwertprognose: KI-gestützte Bewertung des Mietpotenzials je Quadratmeter unter Berücksichtigung von Grundrisslage, Belichtung und Ausblick.

(*DSGVO muss berücksichtigt werden)

International bereits etablierte Einsatzfelder Künstlicher Intelligenz

  • KI-gestützte Immobilienbewertung (AVMs): Unternehmen wie PriceHubble nutzen sogenannte „Automated Valuation Models“, um Immobilienwerte auf Basis umfangreicher Datenanalysen und algorithmischer Modelle zu ermitteln. Diese Technologien ermöglichen präzise, transparente und nachvollziehbare Bewertungen, die eine belastbare Grundlage für Investitionsentscheidungen darstellen.
  • Intelligente Gebäude- und Portfoliosteuerung: KI-Technologien wie CREM Solutions ermöglichen eine datenbasierte Steuerung, Überwachung und Wartung von Gebäuden. Dadurch lassen sich Betriebskosten optimieren, Instandhaltungsbedarfe frühzeitig erkennen und nachhaltige Bewirtschaftungsstrategien umsetzen.
  • KI-unterstützte Risikobewertung bei Transaktionen: Virtuelle Datenräume, wie sie beispielsweise von iFaktor bereitgestellt werden, nutzen KI-Tools zur automatisierten Klassifizierung, Analyse und Bewertung transaktionsrelevanter Dokumente. Dies erhöht die Transparenz, reduziert Risiken und beschleunigt Prüfprozesse.

Künstliche Intelligenz als Treiber interner Optimierung in internationalen Märkten

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz ist in vielen internationalen Unternehmen fester Bestandteil der internen Steuerungs- und Optimierungsprozesse. Insbesondere in datenintensiven Bereichen ermöglicht KI eine höhere Transparenz, eine bessere Ressourcennutzung sowie eine systematische Weiterentwicklung bestehender Arbeitsabläufe. Diese Entwicklungen liefern wertvolle Erkenntnisse für die zunehmende Professionalisierung von Unternehmen.

Beispiele:

  • Einsatz von KI in den Vereinigten Staaten: In den USA ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Immobilienbranche bereits weit fortgeschritten. KI wird dort unter anderem für Marktanalysen, Preisoptimierung, Prognosen von Immobilientrends sowie zur Automatisierung der Kundenkommunikation eingesetzt. Sowohl Start-ups als auch etablierte Marktteilnehmer investieren erheblich in diese Technologien.
  • Einsatz von KI in China: China zählt zu den weltweit führenden Ländern bei der Entwicklung und Anwendung von KI. In der Immobilienwirtschaft wird KI dort umfassend für intelligente Immobilienverwaltung, urbane Planung, automatisierte Kundeninteraktion sowie personalisierte Services eingesetzt.
  • Einsatz von KI im Vereinigten Königreich: Im Vereinigten Königreich wird KI insbesondere zur Analyse des Immobilienmarktes, zur Unterstützung von Investitionsentscheidungen sowie zur Optimierung von Miet- und Kaufprozessen genutzt.
  • Weiterführende Informationen: Sollten Sie Fragen zu Details oder zu weiteren Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz bei der Bewirtschaftung, Entwicklung oder beim Ankauf und Verkauf von Immobilien haben, nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Digitalisierung als Kapazitäts- und Effizienzhebel

Digitalisierung wirkt nicht nur serviceorientiert, sondern auch kapazitätswirksam:

Die stark gestiegenen Zinsen zählen zu den zentralen externen Belastungsfaktoren für institutionelle Immobilieninvestoren und lassen sich unternehmerisch nur begrenzt beeinflussen. Gleichzeitig sind Mieterhöhungspotenziale in weiten Teilen bereits ausgeschöpft und Wachstumspotenziale im klassischen Wohnungsmanagement - etwa durch Modernisierung, Neubau oder Nachverdichtung – vielerorts strukturell begrenzt. Diese Kombination aus Margendruck und eingeschränkten Ertragshebeln spiegelt sich zunehmend auch in der Entwicklung der Aktienkurse wider.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die gezielte Optimierung interner Strukturen an strategischer Bedeutung. Digitale Lösungen wirken dabei nicht ausschließlich serviceorientiert gegenüber Mietern, sondern entfalten insbesondere eine kapazitätswirksame Wirkung innerhalb der Organisation.

Automatisierte Verwaltungsprozesse, KI-gestützte Vorgangsbearbeitung sowie intelligente Steuerungsmechanismen für interne und externe Dienstleister reduzieren wiederkehrende manuelle Tätigkeiten, verkürzen Bearbeitungszeiten und erhöhen die Prozesssicherheit. Dadurch lassen sich bestehende Personalressourcen effizienter einsetzen, operative Engpässe entschärfen und Kapazitäten gezielt auf wertschöpfende Aufgaben verlagern. Digitalisierung wird damit zu einem zentralen Hebel, um strukturelle Effizienzpotenziale zu realisieren und die Wirtschaftlichkeit trotz begrenzter externer Wachstumsmöglichkeiten nachhaltig zu stabilisieren.

Die vorliegende Bewertung macht sichtbar, dass die betrachteten Unternehmen bereits deutliche Fortschritte erzielt haben, zugleich aber noch viel Raum für zusätzliche, digital unterstützte Mieterservices und Prozesse besteht.

Digitalisierung ist ein relevanter, aber nicht alleiniger Optimierungshebel:

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz steigern Effizienz und Skalierbarkeit – sie ersetzen jedoch weder lokale Kompetenz noch persönliche Mieterbetreuung, sondern ergänzen diese gezielt.

Trotz zunehmender Automatisierung und des Einsatzes KI-gestützter Systeme bleiben persönliche Kundennähe, soziale Quartiersarbeit sowie die individuelle Betreuung der Mieterinnen und Mieter zentrale Qualitätsmerkmale der Wohnungswirtschaft. Insbesondere bei lokal oder regional tätigen Wohnungsunternehmen spielen diese vor Ort erbrachten Leistungen eine wesentliche Rolle für Stabilität, Akzeptanz und soziale Verantwortung.

Diese qualitativ geprägten Faktoren sind in der vorliegenden Auswertung bewusst nicht berücksichtigt, da sie weder standardisiert noch objektiv vergleichbar abgebildet werden können. Die Bewertung konzentriert sich daher ausschließlich auf digital verfügbare Services und KI-gestützte Prozesse als einen klar abgrenzbaren Baustein innerhalb eines deutlich breiteren Leistungsspektrums.

Gerade für börsennotierte Wohnungsunternehmen mit großen, geografisch verteilten Beständen bieten digitale und KI-basierte Lösungen erhebliche Skalierungs- und Effizienzpotenziale. Für vor Ort tätige Wohnungsunternehmen hingegen ergänzen digitale Services bestehende persönliche Strukturen, ersetzen diese jedoch nicht. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind somit als unterstützende Instrumente zu verstehen, die das Gesamtserviceangebot erweitern, ohne die Bedeutung menschlicher Nähe und lokaler Präsenz zu relativieren.

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