Wärmepumpe oder Weiterbetrieb Gasheizung? - Warum dieser Heizungs-Check?
Soll die "alte" Gasheizung noch weit genutzt werden - oder ist es Zeit für eine Veränderung? - Viele Vergleichsrechner schauen nur auf die aktuelle Jahresrechnung und blenden wichtige Faktoren aus:
Mögliche Entwicklung der Gaspreise, Förderungen, Wartung, Reparaturen oder das Alter der bestehenden Heizung.
Dieser Heizungs-Check soll Ihnen eine praxisorientierte, neutrale - auf Ihre individuellen Bedarfe - abgestimmte Entscheidungsgrundlage
geben: Weiter mit Gas oder Umstieg auf Wärmepumpe – bezogen auf einen Zeitraum von 15 Jahren.
Was der Rechner darstellt
- Vollkosten über 15 Jahre statt nur die nächste Jahresrechnung im Blick: Brennstoff, Strom, Wartung, Fixkosten und einmalige Investition in die Wärmepumpe.
- Realistische Förderungen: Sie tragen Ihre individuelle Förderquote ein (z. B. 30–50 %). Der Rechner zeigt, wie stark die Förderung die Investition tatsächlich reduziert.
- Steigende Gas- und Strompreise: Gas und Strom werden nicht als „konstant“ angenommen, sondern entwickeln sich jedes Jahr mit den von Ihnen gewählten Steigerungsraten weiter.
- Sinkender Wirkungsgrad der Gasheizung: Ältere Kessel werden im Betrieb nach und nach ineffizienter. Der Rechner berücksichtigt einen stetig reduzierten Wirkungsgrad und damit steigenden Gasverbrauch am Zähler.
- Alter der Heizung: Ist Ihre Anlage heute schon z. B. 25 Jahre alt, steigt im 15-Jahres-Zeitraum das Risiko für teure Reparaturen oder einen Totalausfall deutlich. Das wird über höhere Wartungs- und Instandhaltungskosten modellhaft abgebildet.
- Aktueller Verbrauch: Grundlage ist Ihr realer Gasverbrauch in kWh pro Jahr – wie auf der Jahresabrechnung des Versorgers. So bildet der Rechner Ihr Gebäude besser ab als pauschale Standardwerte.
- CO₂-Bilanz: Zusätzlich zu den Kosten zeigt der Rechner, wie sich ein Umstieg auf Wärmepumpe modellhaft auf die CO₂-Emissionen auswirkt – inklusive Vergleich in „PKW-Kilometern“ als Orientierung.
Wie Sie das Ergebnis lesen
- Amortisationsjahr: Zeigt, ab welchem Jahr die Wärmepumpe im Modell günstiger ist als der Weiterbetrieb der Gasheizung.
- Netto-Vorteil nach 15 Jahren: Positive Werte bedeuten, dass die Wärmepumpe rechnerisch Geld spart; negative Werte bedeuten, dass der Weiterbetrieb von Gas (noch) günstiger wäre.
- Ähnliche Kosten, bessere CO₂-Bilanz: Liegen die Gesamtkosten beider Varianten in einer ähnlichen Größenordnung, kann die CO₂-Einsparung der Wärmepumpe ein zusätzliches Argument für die Entscheidung sein.
- Sehr alte Gasheizungen: Bei Anlagen deutlich über 20 Jahren ist das Risiko eines Totalschadens im Betrachtungszeitraum hoch. Ein spontaner Kompletttausch (z. B. 10.000–15.000 €) wird im Modell nicht detailgenau simuliert, das Risiko aber über stark steigende Wartungsblöcke berücksichtigt.
Was der Rechner bewusst nicht ist
- Keine technische Planung: Es handelt sich nicht um eine Heizlastberechnung oder Auslegung Ihrer Anlage, sondern um eine betriebswirtschaftliche Vergleichsrechnung.
- Keine Garantie für zukünftige Energiepreise: Gas- und Strompreise werden mit Ihren Annahmen fortgeschrieben. Die reale Entwicklung kann davon abweichen.
- Keine politische Bewertung: Der Rechner bevorzugt weder Gas noch Wärmepumpe „aus Prinzip“. Er zeigt transparent, wie sich Ihre Eingaben auf Kosten und CO₂-Bilanz auswirken.
- Beachte: Krisen können den Preis für Gas unerwartet steigen lassen.
Disclaimer: Dieser Heizungs-Check ersetzt keine individuelle Energieberatung, keine rechtliche Beratung
und keine technische Planung durch Fachbetriebe. Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen auf Basis Ihrer Eingaben
und typisierter Annahmen zu Preisentwicklung, Wartung und CO₂-Faktoren. Entscheidungen zu Investitionen sollten
immer mit qualifizierten Fachleuten abgestimmt werden.