Bonität & Finanzierung
Wer eine Wohnung anmieten oder eine Immobilienfinanzierung beantragen möchte, sollte seine Bonität frühzeitig prüfen. Vermieter, Banken, Energieversorger und andere Vertragspartner nutzen häufig Bonitätsinformationen, um Zahlungsrisiken einzuschätzen.
Eine gute Bonität kann darüber entscheiden, ob ein Mietvertrag, ein Darlehen oder ein anderer Vertrag zustande kommt. Bei Finanzierungen kann sie außerdem Einfluss auf die angebotenen Konditionen haben.
Seit März 2026 gibt es einen neuen SCHUFA-Score. Er wird nicht mehr als Prozentwert dargestellt, sondern auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten. Je höher der Wert, desto besser wird die Bonität eingeschätzt.
Der neue Score basiert auf 12 nachvollziehbaren Kriterien. Verbraucher können online sehen, welche gespeicherten Informationen in die Berechnung einfließen und wie sich der Score zusammensetzt.
Jeder Verbraucher kann bei der SCHUFA eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO anfordern. Darin stehen die zur Person gespeicherten Daten sowie Informationen darüber, welche Daten verarbeitet werden.
Diese Datenkopie dient in erster Linie der eigenen Kontrolle. Für Vermieter oder andere Vertragspartner ist sie meist nicht ideal, weil sie auch persönliche Detailinformationen enthalten kann.
Wer einem Vermieter einen Nachweis vorlegen möchte, sollte eher einen dafür vorgesehenen Bonitätsnachweis verwenden. Dieser enthält in der Regel nur die für den Vertragsabschluss relevanten Informationen und schützt damit die Privatsphäre besser.
Falsche oder veraltete Einträge sollten zeitnah beanstandet werden. Gerade vor einer Immobilienfinanzierung oder Wohnungssuche kann eine Korrektur wichtig sein, weil fehlerhafte Daten den Score und damit die Chancen auf einen Vertragsabschluss verschlechtern können.